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Ziele und Kompetenzen

Ziele und Kompetenzen

Bei der Gründung der Autonomen Hochschule in der Deutschsprachigen Gemeinschaft galt es, die Kompetenzen festzulegen, die unsere Studierenden im Laufe ihres Bachelorstudiums erreichen sollten.
Nach intensivsten Auseinandersetzungen einigten sich die Dozenten auf sieben Kompetenzsäulen. Jede Kompetenzsäule ist in diverse Kompetenzen unterteilt, die zu verschiedenen festgelegten Zeiten des Studiums in den einzelnen Fächern zu erreichen sind.

Im Laufe des Studiums erwerben die Studierenden folgende Kompetenzen:

Der Lehrer als Sprachexperte

Die angehenden Lehrer/Kindergärtner können klar und korrekt in Wort und Schrift in der Unterrichtssprache kommunizieren.

Der Lehrer als Wissensexperte

Die angehenden Lehrer/Kindergärtner verfügen über ein solides Fachwissen in den zu unterrichtenden Fächern und Fachdidaktiken (Muttersprache, Mathematik, Wissenschaften, Umweltkunde, Geschichte, Geographie, Religion/Moral, Musik, Kunst, Sport, Fremdsprache, Medien), aber auch in den verschiedenen Teilbereichen der Pädagogik sowie der angrenzenden Humanwissenschaften (Soziologie, Philosophie, Kommunikation,...).

Die Studenten sind in der Lage, dieses Wissen kritisch zu beurteilen und zu bewerten.

Sie können dieses solide Fachwissen in angemessener Situation differenziert anwenden (Handlungswissen).

Der Lehrer als Erzieher

Die angehenden Lehrer/Kindergärtner verfügen über Konzepte und Methoden der Erziehung und Klassenführung. Sie sind in der Lage:

  • sich in die Persönlichkeit des Schülers einzufühlen (Empathie);
  • ein positives Klassenklima zu fördern, indem sie ihr gruppendynamisches Wissen und die verbale und nonverbale Kommunikation angepasst anwenden;
  • die Selbst- und Sozialkompetenz der Schüler zu fördern;
  • das physische Wohlsein und die Gesundheit zu fördern;
  • adäquat mit sozial-emotionalen Problemen umzugehen;
  • die Strategien zur Prävention und Intervention bei Unterrichtsstörungen und Konflikten zu nutzen;
  • Konfliktgespräche mit Schülern zu führen.

Der Lehrer gestaltet und begleitet Lehr- und  Lernprozesse

Die angehenden Lehrer/Kindergärtner:

  • nutzen die Ergebnisse der Lehr- und Lernforschung, um ein positives Lernklima herzustellen;
  • nutzen die Ergebnisse der Kognitionsforschung, um die Lernprozesse zu optimieren;
  • gestalten den Lernprozess als eine aktive Erfahrungs- und Erkenntnisgewinnung;
  • verfügen über ein breit gefächertes Repertoire von Unterrichtsmethoden (des gesteuerten und selbstgesteuerten Lernens) und können diese adäquat (der Situation, dem Inhalt entsprechend) einsetzen;
  • fördern die Sicherung und die Vertiefung von Wissen;
  • verfügen über Methoden im Umgang mit Heterogenität;
  • sind in der Lage differenziert zu unterrichten; Lernende mit besonderen Schwierigkeiten individuell zu fördern;
  • setzen korrekt und adäquat verschiedene Medien ein.

Der Lehrer beobachtet, diagnostiziert und bewertet

Die angehenden Lehrer/Kindergärtner:

  • beobachten und fördern die Gesamtpersönlichkeit der Schüler;
  • wenden Techniken der gezielten Beobachtung der Schüler an, um unter anderem abweichendes Lernverhalten zu diagnostizieren;
  • befragen, hinterfragen, analysieren ihre eigenen Tätigkeiten;
  • wenden kriteriumsorientierte Diagnose- und Evaluationsverfahren an;
  • nutzen adäquat die unterschiedlichen Formen der Leistungsmessung und
    -beurteilung;
  • regulieren ihre Arbeit den Evaluationsresultaten entsprechend (Lernhilfen, differenzieren,...).

Der Lehrer entwickelt Sozialkompetenz im Lehrerberuf

Die angehenden Lehrer/Kindergärtner:

  • verfügen über gute Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit;
  • verfügen über Beziehungsfähigkeit;
  • sind kooperationsfähig mit den Kollegen im Schulteam;
  • sind fähig an öffentlichen Diskussionen teilzunehmen und ihre Positionen zu begründen;
  • sind offen und tolerant gegenüber anderen Meinungen;
  • respektieren die Ethik und Deontologie in ihrem Beruf;
  • steigen in eine Dynamik der Weiterentwicklung ein.

Der Lehrer als Bindeglied in der Gesellschaft

Die angehenden Lehrer/Kindergärtner:

  • können das geistige Erbe und die Kulturgüter kritisch betrachten und in das professionelle Handeln einbeziehen;
  • kennen die Institution Schule und ihre Bedeutung für die Gesellschaft;
  • kennen und kontaktieren gegebenenfalls verschiedene Institutionen, die mit der Schule (zusammen)arbeiten;
  • verfügen über ein aktuelles Allgemeinwissen, besprechen und behandeln aktuelle gesellschaftliche Themen mit ihren Schülern;
  • vertreten die Interessen der Schule;
  • fördern die Offenheit der kulturellen und sprachlichen Vielfalt;
  • verfügen über ein Repertoire an Kommunikationstechniken, die die Zusammenarbeit mit den Eltern oder Erziehungsberechtigten der Schüler fördern;
  • verfügen über administratives Wissen des Lehrerberufes und sind in der Lage, die notwendigen Formalitäten korrekt auszuführen.