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Berufsbild Primarschullehrperson

Berufsbild Primarschullehrperson

Die beruflichen Tätigkeiten von Primarlehrern sind überaus vielfältig.

Unterricht planen, gestalten und durchführen

Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler bei ihren Lernprozessen zu unterstützen, sie zu fördern und zu selbstständigem Arbeiten und Üben anzuleiten. Dies geschieht unter Verwendung eines breiten Spektrums von Unterrichtsmethoden sowie von Sozial-, Arbeits- und Kommunikationsformen.

Erzieherische Aufgaben wahrnehmen und soziale Beziehungen fördern

Lehrerinnen und Lehrer sind fähig mit den Kindern in Beziehung zu treten, mit Einfühlungsvermögen situationsgerecht Grenzen zu setzen und konsequent zu sein. Sie gestalten aktiv soziale Beziehungen und unterstützen die Schüler beim Lösen von Konflikten. Sie ermöglichen ihnen Mitbestimmung bei der Gestaltung des Unterrichts.
Sie achten auf eine positive Werteorientierung, auch bei informellen Kontakten mit den Schülern, z.B. in den Pausen.

Auf spezifische Bedürfnisse eingehen

Kinder oder Jugendliche mit Lernschwierigkeiten, mit Behinderungen oder mit Problemen in der sozialen Anpassung brauchen ein individuelles Eingehen auf ihre Situation, ebenso Kinder aus anderen Kulturen oder besonders begabte Schüler. Oft ist es sinnvoll, für solche Schüler andere Lernangebote bereit zu stellen als für ihre Mitschüler.

Verhalten beobachten und Lehr- und Lernprozesse bewerten

Lehrerinnen und Lehrer müssen in vielfältiger Hinsicht das Verhalten der Schüler beobachten, ihre Lernprozesse analysieren und sie dementsprechend beraten und fördern. Sie können den Lernstand diagnostizieren und die Schülerleistung angemessen bewerten.

Mit Eltern und Kollegen zusammenarbeiten

Zur Lehrerarbeit gehört auch die Zusammenarbeit mit Erwachsenen: mit den Eltern, z.B. beim Besprechen von Erziehungsfragen auf Elternabenden, und mit den Kollegen und der Schulleitung, z.B. wenn organisatorische Fragen zu klären sind oder Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Schule getroffen werden sollen.

Sich weiterbilden

Lehrersein ist mit ständigem eigenen Lernen verbunden: z.B. mit dem Besuch pädagogischer Fortbildungskurse oder mit dem Lesen von Fachliteratur - und darüber hinaus auch mit Anteilnahme an allem, was außerhalb der Schule vor sich geht, seien es kulturelle Veranstaltungen, politische Ereignisse oder gesellschaftliche Veränderungen.

Voraussetzungen für das Studium

Die Studierenden sollten folgende Voraussetzungen mitbringen:

  • Freude am Umgang mit Kindern;
  • solide Allgemeinbildung;
  • Belastbarkeit, Geduld und Einfühlungsvermögen;
  • Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit;
  • strukturierte Denk-, Handlungs- und Darlegungsfähigkeit;
  • Flexibilität und Fantasie;
  • Reflexionsfähigkeit;
  • Freude am lebenslangen Lernen.

Berufliche Eignung

Um als Lehrperson erfolgreich zu sein, sind personale und soziale Kompetenzen erforderlich. Im ersten Studienjahr wird die berufliche Eignung der Studierenden in folgenden Bereichen überprüft:

  • Kommunikation
  • Kooperation
  • Strukturierung
  • Belastbarkeit
  • Reflexion

Fähigkeiten und Fertigkeiten in diesen Kompetenzbereichen werden bei Studienbeginn vorausgesetzt und im Verlaufe der Studienzeit weiterentwickelt.

Selbsteinschätzung für Studieninteressierte

Wenn Sie Ihr Studieninteresse und Ihre Studien- und Berufseignung genauer abklären wollen, können Sie dies mit Hilfe des Selbsterkundungsangebots zum Lehrerberuf mit Filmimpulsen auf der Homepage der LMU München, mit Hilfe der geführten Tour auf der Homepage von Career Counselling for Teachers und anhand des Fragebogens „Fit für den Lehrerberuf?!“ (FIT-L) tun. Die entsprechendenen Angebote finden Sie in den Links.