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Weltweiter Tag der Wiederbelebung

Weltweiter Tag der Wiederbelebung

Es kann nichts falsch gemacht werden, außer man macht gar nichts!

„Jeder Mensch kann ein Leben retten! Alles, was man braucht, sind zwei Hände." Unter diesem Motto steht die „World Restart a Heart“- Initiative, mit der am und um den 16. Oktober 2019 europaweit Menschen geschult werden, um im Falle eines plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstands diesen zu erkennen, den Rettungsdienst zu rufen und eine lebensrettende Herzdruckmassage (PRÜFEN – RUFEN – DRÜCKEN / CHECK – CALL – COMPRESS) durchzuführen.

Der plötzliche Herztod, an dem in Belgien jedes Jahr etwa 10.000 Menschen sterben, ist eine unerwartete Störung der Herztätigkeit, die durch schwache und chaotische Kontraktionen gekennzeichnet ist. Diese Störung macht es unmöglich, Blut auszustoßen und somit die Durchblutung sicherzustellen. Schnell sind alle Organe mit Sauerstoff unterversorgt und irreversible Hirnschäden treten schon ab der dritten Minute des Herzstillstands auf. Ein sofortiges Eingreifen ist daher notwendig, um die Überlebenschancen zu erhöhen und neurologische Folgeschäden zu minimieren. Es gibt nur einen Weg - und das ist die Reanimation durch Personen, die als Zeugen des Vorfalls vor Ort sind – und diese sind natürlich meistens keine geschulten Retter.

Durch den sofortigen Beginn mit der Reanimation durch Laien könnten in Belgien jedes Jahr fast 3000 Menschenleben gerettet werden. Der Krankenwagen und der Notarzt kommen oft erst nach 10 Minuten oder später nach dem 112 Aufruf an und in der Regel ist es dann schon zu spät. Daher ist es wichtig, dass jeder Zeuge eines Herzstillstandes, einschließlich Kinder, sofort die 112 benachrichtigen und unverzüglich mit der Wiederbelebung (CPR) beginnen. Somit wird zumindest eine minimale Sauerstoffversorgung des Gehirns aufrechterhalten, bis medizinische Hilfe eintrifft. Einen Zusatz zu der Herzwiederbelebung ist der automatische externe Defibrillator (AED). Diese tragbaren Geräte stehen der breiten Öffentlichkeit immer häufiger zur Verfügung, aber viele wissen nicht, wie sie zu gebrauchen sind. Sie können dem Opfer einen Elektroschock geben, in der Hoffnung, eine autonome und effektive Herztätigkeit in Kombination mit der Reanimation wiederherzustellen.

Um die Überlebenschancen nach einem Herzstillstand zu erhöhen ist es entscheidend, dass die Zeugen vor Ort so schnell wie möglich mit der Reanimation beginnen. In Europa und Belgien beginnen nur 20% der Zeugen mit der Herzwiederbelebung! Der Beginn von Wiederbelebungsmaßnahmen durch Laien vor Eintreffen des Rettungsdiensts verdreifacht das Überleben. Die Ausbildung von Laien in Wiederbelebung ist somit effektiver als jede andere therapeutische Maßnahme – innerhalb oder außerhalb eines Krankenhauses – bei bzw. nach Herz-Kreislauf-Stillstand.

Die ideale Wiederbelebung (CPR) bei jeder bewusstlosen Person ohne normale Atmung besteht aus dem zügigen Anrufen der 112 (oder anrufen lassen), 30 Thoraxkompressionen (Mitte des Brustkorbes 5 – 6 cm tief) und 2 Beatmungen (falls der Helfer es kann) und dies solange bis die profesionelle Hilfe eintrifft. 

Um der breiten Bevölkerung die Ängste vor der Wiederbelebung zu nehmen, beteiligt sich die Autonome Hochschule, Fachbereich Gesundheits- und Krankenpflegewissenschaften an dem „World Restart a Heart Day“ am 22.10.2019 auf dem Markt in Bütgenbach. Wir wollen Sicherheit geben, Ängste nehmen, aufklären und aktiv dazu beitragen, dass Menschen (Laien) sich überwinden, die Wiederbelebung durchzuführen. Wir wollen zukünftig weiter gezielt daran arbeiten, dass Menschen in unserer Region sicherer werden und weniger Ängste vor der Wiederbelebung haben.