Externe Evaluation von Schulen

Was ist „externe Evaluation“?

Die externe Evaluation ist für alle Regel- und Förderschulen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens seit Januar 2009 verpflichtend.
Die Instrumente des Verfahrens der externen Evaluation sind seit Januar 2007 im Rahmen zweier Pilotphasen in insgesamt neun Schulen (darunter sechs Grundschulen und drei Sekundarschulen) erprobt und weiterentwickelt worden.

Ziel der externen Evaluation ist, Schulen datengestützte Erkenntnisse über ihre schulische Arbeit zur Verfügung zu stellen, die sie für ihre Weiterentwicklung nutzen können, sei es um Schwerpunkte der schulischen Arbeit zu bestärken oder aber zu überdenken.

Das Evaluationsteam

Die externe Evaluation wird in der Regel von zwei Personen durchgeführt, wobei jeweils eine von ihnen die Lehramtsbefähigung für die jeweils besuchte Schulform hat. Im Bereich der Technischen Schulen und Förderschulen wird das hiesige Evaluationsteam durch Fachleute aus der Flämischen Gemeinschaft begleitet.

Die Tätigkeit der Evaluatoren ist immer Teamarbeit. Das Team besteht in der Regel aus zwei Pädagogen, wovon mindestens einer über die schulformspezifische Expertise der aufgesuchten Schule verfügt. Im Bereich der Technischen Schulen und Förderschulen wird das hiesige Evaluationsteam durch Fachleute aus der Flämischen Gemeinschaft begleitet.

Die für die externe Evaluation zuständigen Personen üben weder Aufgaben in den Bereichen der Schulinspektion noch in der Beratung von Einzelschulen aus. Es besteht somit eine klare Aufgabentrennung zwischen externer Evaluation einerseits und Inspektion und Beratung andererseits.
Dem Minister für Unterricht und wissenschaftliche Forschung obliegt die alleinige Aufsicht über die Arbeit der Evaluatoren.
Das Evaluationsteam ist gegenüber den Schulen nur im Rahmen des Verfahrens der externen Evaluation weisungsberechtigt (z.B. bezüglich des Ablaufs der Schulphase).

Die Qualifizierung der externen Evaluatoren erfolgte durch eine intensive Begleitung und Ausbildung durch die für die externe Evaluation zuständigen Dienste aus der Flämischen Gemeinschaft sowie durch die Teilnahme an einer mehrmonatigen Qualifizierungsmaßnahme für Qualitätsprüfer in Nordrhein-Westfalen.
In dieser Qualifizierungsmaßnahme ist das Evaluationsteam durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen und durch externe Experten umfassend auf diese Tätigkeit vorbereitet worden. Zu den bearbeiteten Bereichen gehören u.a.:

  • Das Rahmenkonzept der Qualitätsanalyse als Teil der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung und vergleichbare Ansätze in anderen Ländern,
  • Standards und Kriterien für Schulqualität,
  • Evaluation und Evaluationstechniken,
  • Methoden zur sachgerechten, effizienten Auswertung schulischer Daten und zur Analyse schulischer Dokumente,
    kriteriengelenkte Schul- und Unterrichtsbeobachtung,
  • Gesprächs- und Verhandlungsführung,
  • Grundsätze der Kommunikation, der Konfliktbewältigung und der Teamarbeit,
  • Methoden zur Erstellung, Präsentation und Dokumentation von Qualitätsberichten.

Die für die externe Evaluation zuständigen Personen üben weder Aufgaben in den Bereichen der Schulinspektion noch in der Beratung von Einzelschulen aus. Es besteht somit eine klare Aufgabentrennung zwischen externer Evaluation einerseits und Inspektion und Beratung andererseits.
Dem Minister für Unterricht und wissenschaftliche Forschung obliegt die alleinige Aufsicht über die Arbeit der Evaluatoren.
Das Evaluationsteam ist gegenüber den Schulen nur im Rahmen des Verfahrens der externen Evaluation weisungsberechtigt (z.B. bezüglich des Ablaufs der Schulbesuche).