Forschung an der AHS

Forschung, Evaluation und Entwicklung an der Autonomen Hochschule dienen zweierlei Zielen:

  1. Forschung, Evaluation und Entwicklung stehen in engem Zusammenhang mit der Lehre. Dozierende sollen als Forschende sowie als Lehrende Forschungsergebnisse in ihre Lehre integrieren und aus ihrer Lehre und ihrer Praxis Fragen an die Forschung richten können. Die Dozierenden der AHS führen eigene Forschungs-, Evaluations- und Entwicklungsprojekte durch oder sie nehmen Aufträge an, für die ein besonderes Interesse in einem der beiden Fachbereiche der AHS besteht. Forschung kann in Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen erfolgen.
  2. Forschung, Evaluation und Entwicklung ist auch Teil der Grundausbildung der Studierenden. Sie lernen die wichtigsten Methoden sozialwissenschaftlichen Forschens kennen und partizipieren als Handelnde im Rahmen ihrer Studienabschlussarbeit an einem Forschungsprojekt ihrer Wahl. Junge Lehrkräfte sollen einerseits eine forschende Haltung im Hinblick ihrer Praxis entwickeln und andererseits in die Lage versetzt werden, wissenschaftliche Studien und Ergebnisse auf einem professionellen Hintergrund zu interpretieren.
  3. Die Autonome Hochschule in der Deutschsprachigen Gemeinschaft verwendet bei ihren wissenschaftlichen Arbeiten die APA-Norm. Im Download finden Sie alle erforderlichen Hinweise zu dieser Norm.

Als Partnerschule des Pôle académique Liège Luxembourg ist die AHS offen für Zusammenarbeitsabkommen mit anderen Hochschulen im In- und Ausland.

 

Forschungsergebnisse

PISA-Studie 

Seit 2000 wird die PISA-Studie für die 15jährigen Schüler Ostbelgiens durchgeführt, seit 2009 unter der Leitung der AHS.  Bei PISA werden die Schüler im Dreijahresrhythmus in den Domänen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften getestet - pro Testung wird eine Haupptdomäne besonders abgefragt. Bis 2012 einschließlich wurden alle 15jährigen Schüler des betroffenen Jahrgangs getestet, ab 2015 handelt es sich um eine repräsentative Stichprobe. Seit 2015 wird der PISA-Test in Ostbelgien wie in den meisten Ländern computergestützt durchgeführt. 

Im Download finden Sie die Ergebnisse seit der Erhebung 2009.
Alle internationalen Publikationen der OECD zu PISA sind auf der Website der OECD erhältlich: www.pisa.oecd.org

VERA-3 und VERA-8 in der DG

Seit 2010 nimmt die Deutschsprachige Gemeinschaft am Projekt VERA-3 (Vergleichsarbeiten in der 3. Klasse) teil. Das Projekt VERA-3 wird von der Autonomen Hochschule in Zusammenarbeit mit der Universität Koblenz-Landau koordiniert. Mehr als 700 Schülerinnen und Schüler legen Tests in den Fächern Deutsch und Mathematik ab. Die Lehrkräfte des 3. Schuljahres werten die Tests mit Hilfe von Korrekturanweisungen aus geben anschließend die Ergebnisse ihrer Schüler online ein.

Nach einigen Wochen erhalten alle Schulen Ihre Resultate und können dann mit ihren Ergebnissen weiterarbeiten. Auf Anfrage besteht für die Primarschulen die Möglichkeit, die Ergebnisse gemeinsam mit Projektleiterin Sabrina Sereni und dem Lehrerkollegium der Schule zu vertiefen.

VERA liefert Impulse zur Schul-und Unterrichtsentwicklung.

2016 haben zum ersten Mal auch Sekundarschüler in Ostbelgien Vergleichsarbeiten geschrieben (VERA-8 steht für Vergleichsarbeiten in der 8. Klasse). 664 Schülerinnen und Schüler legten im Fach Deutsch im Bereich Lesen einen Test ab.

Umfrage zur Hausaufgabenpraxis in der DG

Im Rahmen des Regionalen Entwicklungskonzeptes hat Herr Minister Oliver Pasch die Autonome Hochschule (in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Pädagogik des Ministeriums) mit einer Umfrage zum Thema Hausaufgaben beauftragt.
Ziel der Erhebung war eine Beschreibung der Hausaufgabenpraxis an den Primar- und Sekundarschulen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Die Befragung wurde im 2. Halbjahr 2012 durchgeführt. Befragt wurden Primar- und Sekundarschüler, Eltern dieser Schüler, Primar- und Sekundarschullehrer und Hausaufgabenbetreuer.
Erste Ergebnisse dieser Umfrage liegen nun vor.

In der PowerPoint-Präsentation im Downloadbereich weiter unten finden Sie die Ergebnisse der Umfrage in den Primarschulen.

Studie „Gewalterfahrungen und Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens“ erstellt vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsens

Extrem hoher Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen kann gravierende Folgen haben. Auch in der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist man der Frage nachgegangen, wie häufig Kinder und Jugendliche in der Freizeit Medien nutzen. Um die Ist-Situation in der DG zu erfassen, wurde eine umfangreiche Sozialstudie zu diesem Thema in Auftrag gegeben.

Im Frühjahr 2010 befragte die Autonome Hochschule in der DG (AHS) 723 Schüler des 4. Primarschuljahres sowie 1047 Jugendliche des 3. Sekundarschuljahrs und der Zentren für Aus- und Weiterbildung Eupen und Sankt Vith.

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsens hat die von der AHS erhobenen Daten ausgewertet und die Forschungsergebnisse der Studie „Gewalterfahrung und Medienkonsum von Kindern in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens“ in der DG am Mittwoch, 23. November 2011, vorgestellt.

Weiterführende Informationen zur Sachlage in der DG entnehmen Sie der Studie im Download.

 

 

 

 


 




Titel: Adressen und Ansprechpartner
Dr. Sabrina Sereni
Tel.: + 32 (0) 87 59 05 11
Emailadresse sereni.sabrina@ahs-dg.be